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Landeshaus Kiel, Plenarsaal
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Landeshaus Kiel, Plenarsaal

Das denkmalgeschützte Landeshaus in Kiel wird durch den Neubau eines zeitgemäßen Plenarsaals erweitert und im Erdgeschoss und Obergeschoss umgebaut. Der freigestellte gläserne Plenarsaalbaukörper ruht auf einem zurückspringenden Sockelgeschoss und schließt mit einer Fuge an den Mittelrisalit des historischen Marinebaus an. Die Erschließung des Plenarsaals erfolgt durch eine neue Besucherempore, die im Bestand unter begrenzten Raumhöhen eingefügt wird. Die Lasten des zweiachsig unterspannten Dachtragwerks des Plenarsaals werden in die umlaufenden Stahlstützen in die faltwerkartig wirkende Stahlbetonkonstruktion des Sockelgeschosses abgetragen. Die Gründung erfolgt über thermisch aktivierte Vollverdrängungsbohrpfähle. Zur räumlichen Aussteifung werden die auskragenden Stützen der Besuchertribüne herangezogen. Die Zuluft wird über Quellluftöffnungen direkt aus dem Sockelgeschoss eingebracht und durch die Unterdruckdecke in der Dachkonstruktion abgeführt. Die Stahlkonstruktion ist zugleich Primärtragwerk und Fassadenkonstruktion. Die tragenden Pfosten- und Riegelprofile bilden zudem ein druckdicht verschweißtes hydraulisches System, welches zur Beheizung der Verglasung genutzt wird. Zudem werden die Riegelprofile so profiliert, dass sie Rollos zum Blendschutz sowie zur Verdunkelung integrieren. Zur Unterstützung der Raumakustik werden geneigte Glaslamellen zwischen den Pfosten angeordnet. Der Bau des wasserdruckhaltenden Sockelgeschosses erfolgt auf einer feinnivellierten Unterwasserbetonsohle, die zur Abdichtung der Baugrubenumschließung erforderlich wird. Der Umbau des Bestandsbaus erfordert differenzierte Betrachtungen der "baulichen Zeitschichten" und schrittweise Maßnahmen zur Sicherung der Zwischenbauzustände. Lokal unvermeidliche Lastmehrungen werden über Kleinverpresspfähle nachgegründet.

Plenarsaal Kiel
Ort:
Kiel, Schleswig Holstein
Auftraggeber:
Land Schleswig-Holstein, GMSH, Kiel
Architekt:
Pax Hadamczik Brüning Architekten, Hannover
Bruttogeschossfläche:
750 m²
Bauwerkskosten:
ca. 7,0 Mio. €
Leistungsumfang:
LP 2 - 6, 8
Planungszeitraum:
2000 - 2002
Fertigstellung:
2004
Auszeichnung:
Wettbewerb 1999, 1. Preis
Bildmaterial:
Klemens Ortmeyer, Pax Brüning Architekten, DREWES + SPETH

PDF: Projektinfo und Bilder Publikationen