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Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade
Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade
Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade
Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade
Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade
Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade
Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade
Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade
Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade
Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade
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Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade
Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade

Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade

Die Dalkepromenade führt durch einen attraktiven Grünraum entlang der Dalke vom historischen Stadtkern in den westlich an die Stadt angrenzenden Landschaftsraum. Sie ist nicht nur eine wichtige Grünverbindung in die Landschaft, sondern mit den begleitenden Parks ein attraktiver innerstädtischer Erholungsraum. Der Ersatzneubau zweier Fußgänger- und Radfahrerbrücken verbindet die Grünräume westlich und östlich der B61 miteinander. Die rund 200 Meter lange Brücke „hebt“ mit ihrer filigranen Brückenkonstruktion den Uferweg von West nach Ost fast unmerklich sowohl über den Dalkebach als auch über die Bundesstraße. Die mit nur 17m Länge deutlich kürzere Brücke überquert auf der Ostseite die Dalke erneut und bindet an die bestehende Wegeführung an. Beide Brücken greifen mit den schwingenden Formen ihrer Geländerkonstruktion das gleiche Motiv auf und verbinden sich aufgrund der rostbraunen Cortenstahloberfläche visuell mit den Naturtönen der Landschaft. Die gezielt auf den Brückenkörper begrenzte Ausleuchtung mit warm-weißem Licht vermeidet faunistische Beeinträchtigungen und lässt den Brückenkörper in den Abendstunden leuchten.
Alles trägt, aber nichts trägt nur. Diesem Prinzip getreu sind die Geländer zugleich Teil des tragenden Querschnitts, der Pfeilerabstände bis zu 30m mühelos überspannt. Entscheidend ist die richtige Formgebung der vielfältigen Bogen- und Seillinien, die in die Brüstungen eingearbeitet sind. Die kontinuierliche Bettung durch die Geländerpfosten erlaubt eine Ausführung der Bogen- und Seillinien in annähernd gleicher Filigranität. So wird die statisch strukturelle Wirkung des Gesamtsystems durch eine skulptural anmutende Ansicht umspielt. Die Gehwegplatte wird als torsionssteifer Hohlkasten verschweißt und bildet zusammen mit den Geländern einen Trogquerschnitt.
Die Brüstungen werden im autogenen Brennschneidverfahren aus Grobblech (t=40 bis 50mm) gefertigt und der Situation entsprechend gebogen. Die Gehwegplatte wird aus Deckblechen, Quer- und Längssteifen gefertigt und mit den Brüstungen verschweißt. Montagestöße werden so gewählt, dass aus Bauzuständen eingeprägte Beanspruchungen vernachlässigbar sind und die Aufwendungen für Baubehelfe minimiert werden können.

Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade
Ort: Gütersloh, Nordrhein - Westfalen
Auftraggeber: Stadt Gütersloh, Gütersloh
Architekt: Lohaus Carl Köhlmos Landschaftsarchitekten Stadtplaner, Hannover
Bauwerkskosten: 2,81 Mio.
Leistungsumfang: LP 1 - 6, 8
Planungszeitraum: 2019 - 2021
Fertigstellung: voraussichtlich 2021
Auszeichnung: Wettbewerb 2019, 1. Preis
Bildmaterial: Macina Digital Film; Lohaus Carl Köhlmos; DREWES + SPETH

PDF: Projektinfo und Bilder